Kurz erklärt
Ersetzen Sie Begriffe wie schnell oder zuverlässig durch beobachtbare Kriterien. Für jede Anforderung müssen Prüfbedingungen, erwartetes Ergebnis und verantwortlicher Nachweis feststehen.
Jede Anforderung eindeutig zuordnen
Geben Sie Anforderungen stabile Kennungen und verknüpfen Sie sie mit ihrer Quelle. Eine Verifikationsmatrix mit eindeutigen Kennungen beschreibt auch NASA NASA — Requirements Verification Matrix. Für ein Elektronikprojekt kann eine Zeile zusätzlich Hardwarestand, Firmwarestand, Prüfmethode und Ergebnis enthalten. Trennen Sie mehrere unabhängig prüfbare Aussagen in einzelne Zeilen.
Bedingungen vor dem Grenzwert klären
Definieren Sie Start- und Endereignis einer Zeitmessung sowie Last, Versorgung und Umgebung. Beispiel ohne vorgegebenen Produktgrenzwert: Die Antwortzeit wird vom vollständigen Empfang eines Befehls bis zur bestätigten Ausgangsänderung gemessen. Auftraggeber und Entwicklung vereinbaren anschließend den zulässigen Wert. Notieren Sie Messunsicherheit und den Umgang mit Ergebnissen nahe an der Grenze.
Abweichungen und Änderungen nachführen
Verknüpfen Sie jede ausgeführte Prüfung mit einem Bericht oder einer Messdatei. Ein nicht ausgeführter Test darf nicht als bestanden erscheinen. Halten Sie akzeptierte Abweichungen mit Begründung und Freigabe fest. Ändert sich später ein Bauteil oder eine Funktion, prüfen Sie anhand der Verknüpfungen, welche Nachweise wiederholt werden müssen. So bleibt die Abnahme auch bei mehreren Prototypenständen nachvollziehbar.
Checkliste für die Prüfung
- Kennung, Quelle und messbares Kriterium festlegen.
- Prüfbedingungen und Versionsstände dokumentieren.
- Ergebnis, Nachweis und offene Abweichungen verknüpfen.
Häufige Fragen
Muss jede Anforderung durch einen Labortest belegt werden?
Nein. Je nach Aussage können auch Analyse, Inspektion oder Demonstration geeignet sein. Die Methode und das akzeptierte Ergebnis sollten vorab festgelegt werden.
Technische Quellen
Passende Entwicklungsleistung